
Eigenmietwert-Aus per 2029: Turbo oder Bremse für die Energiewende?
Endlich herrscht Klarheit: Ab dem 1. Januar 2029 gehört der Eigenmietwert in der Schweiz der Vergangenheit an. Was auf den ersten Blick wie eine finanzielle Entlastung für Wohneigentümer aussieht, birgt für unsere Klimaziele bis 2050 eine riesige Herausforderung.
Warum? Das ist das Dilemma: Bisher konnten Sanierungen und Investitionen in die Gebäudetechnik (Wärmepumpen, PV-Anlagen, Dämmung) steuerlich voll abgezogen werden. Mit dem Wegfall des Eigenmietwerts sinkt für viele der finanzielle Anreiz, in hocheffiziente Technik zu investieren – und das, während das Gesetz uns bis 2050 zur CO2-Neutralität verpflichtet.
Die Fakten für die Gebäudetechnik-Branche:
Investitionsstau vermeiden: Wenn Steueranreize fallen, muss der Mehrwert der Technik (Autarkie, Werterhalt, Betriebskosten) noch klarer kommuniziert werden.
2050 im Blick: Wir haben noch 24 Jahre bis Netto-Null. Gebäude sind für rund 40% des Schweizer Energieverbrauchs verantwortlich.
Technologie-Fokus: Die Branche muss jetzt zeigen, dass moderne Gebäudetechnik keine „Kostenstelle“ ist, sondern eine Rendite-Maschine für die Umwelt und das Portemonnaie.
Meine Frage an das Netzwerk: Wird die Abschaffung des Eigenmietwerts die Sanierungsrate in der Schweiz ausbremsen, weil der steuerliche Hebel fehlt? Oder investieren Eigentümer jetzt erst recht, weil sie mehr Liquidität zur Verfügung haben?
Ich bin gespannt auf eure Meinungen aus der Immobilienwelt, der Finanzbranche und von meinen Kollegen aus der Gebäudetechnik!
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